Donnerstag, 2. Juni 2016

Holunderblütenkuchen ohne Backen

Ich habe 2 große Holunderbäume im Garten, die dieses Jahr ganz viele Blüten haben. Das duftet ganz toll, was mich bei jedem Gartenbesuch daran erinnert, wieder Sirup zu machen.
Das letzte Jahr waren sie leider voller Läuse, wer kann es ihnen verübeln, so dass die Ernte leider ausfallen musste. Dieses Jahr habe ich Glück und die Mitesser haben sich woanders breit gemacht...des einen Freud...ich hoffe, sie sind bei keinem von euch eingezogen. Nachdem 5 Liter Sirup angesetzt waren, gab es aber immer noch genug Dolden. Darum habe ich mich auf Rezeptsuche begeben und bin bei Lecker fündig geworden. Ein sehr köstlich aussehender Joghurtholunderkuchen lachte mich an. Also bin ich schnell nochmal in den Garten, um wie im Rezept angegeben frischen Sirup zuzubereiten. Der sollte dann mindestens 4 Stunden ziehen. Da mir die Zeit etwas kurz vorkam, habe ich den Tag abgewartet und den Kuchen erst abends zubereitet. Leider war mir der Geschmack noch nicht intensiv genug. Darum würde ich euch empfehlen einfach fertigen Holunderblütensirup zu verwenden, der mindestens 3 Tage durchgezogen ist. Wie ihr den macht findet ihr hier. Die frischen Blüten auf dem Kuchen geben aber sehr viel Aroma ab, wodurch er dann doch sehr "holundrig" geschmeckt hat.



Aber jetzt erstmal das Rezept...

Zutaten
350 ml Holunderblütensirup
125 g Butter
150 g Butterkekse
8 Blatt Gelatine
500 g griechischer Joghurt mit 10 % Fett
4 EL Zitronensaft
200 g Schlagsahne

1. Butter schmelzen.
2. Kekse in eine Plastiktüte tun und gut verschließen. Mit der       glatten Seite des Fleischklopfers sehr fein zerschlagen.
3. Butter und Kekskrümel vermengen.
4. Eine Backform mit 24 cm Durchmesser mit Backpapier auskleiden. (nur den Boden)
5. Die Keksbuttermasse gleichmäßig darauf verteilen und festdrücken. In den Kühlschrank stellen. (Das habe ich morgens gemacht)
6. Wenn der Boden fest ist, 6 Blatt Gelatine in Wasser einweichen.
7. Joghurt mit Zitrone und 250 ml Holunderblütensirup verrühren.
8. Gelatine bei geringer Hitze auf dem Herd in einem Topf schmelzen.
9. Ca. 4 El vom Joghurt abnehmen und mit der Gelatine verrühren. Wenn eine homogene Masse entstanden ist vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.
10. Mit dem Rest verrühren.
11. Auf dem Boden geben und über Nacht (sicher ist sicher) fest werden lassen.
12. Am nächsten Tag frische Holunderblüten pflücken.
13. 2 Blatt Gelatine wieder in Wasser auflösen und mit dem restlichen Sirup vermengen.
14. Den Kuchen mit Blüten verzieren und mit dem Gelatinesirupgemisch gleichmäßig übergießen. Nochmal ca. 2 Stunden kalt stellen.







Schmeckt super frisch und ist toll für heiße Tage...ja Juni, du hörst richtig, ich rede von Sonne, Sommer, Sonnenschein...:-)

Noch eine kleine Ergänzung zum Sirup: ich habe schon verschiedene Methoden ausprobiert, um die kleinen schwarzen Stippen von den Blüten herauszufiltern. Irgendwie hat alles immer ewig gedauert. Jetzt hat mir ein Freund (danke Stefan) Passiertücher empfohlen. Eigentlich für Suppe bzw. Brühe, aber wie ich feststellen musste, auch zum Filtern für Sirup super klasse. Die Flüssigkeit läuft schnell durch und das was übrig bleibt kann mit Tuch auf den Kompost. 

Ich hoffe, ihr tragt anstelle von Gummistiefeln Sandalen, und wenn doch bringt dieser Kuchen hoffentlich etwas Sommerfeeling zu euch.
Eure Melanie

Mittwoch, 25. Mai 2016

Blueberry Pie- im Gegensatz zum Film nicht nur was für Mädels

Ich muss gestehen, das ist meine erste Pie und ich muss sagen, echt lecker. Eigentlich bin ich nicht so der Obstkuchenfan. Und wenn dann doch mal einer auf meinem Teller landet, dann bitte mit viel Boden. Eine Pie ist aber genau das Gegenteil, viel Frucht und wenig Teig. Trotzdem habe ich mich rangewagt und bereue es nicht. 



 Außerdem wollte ich mir einen gemütlich Abends auf dem Sofa mit passendem Film und was zu Futtern machen. Ich gebe allerdings zu, mal ebend so ist solch eine Pie nicht gemacht, da der Teig zum Verarbeiten kühl sein muss. Besonders zum Ausrollen und Ausstechen darf er nicht zu weich sein. Wenn es aber doch mal etwas schneller gehen soll, einfach die Form mit Teig auskleiden und ab ins Gefrierfach. Schon nach ca. 15 Minuten ist der Teig recht fest, denn auch zum Backen sollte die Pie so kühl wie möglich sein. Dann die Früchte darauf verteilen und den restlichen Teig ausrollen (der kann auch mit in den Froster. Aber zwischdurch kontrollieren, dass er nicht zu fest wird. Teigreste auch immer wieder direkt ins Fach oder in den Kühlschrank legen). Wenn ihr länger plant, könnt ihr den Teig auch einen Tag vorher präparieren. Dann braucht ihr am Tag selber nur noch die Früchte auf dem Boden verteilen und die Teigdecke einfach darauf legen. Wenn ihr Formen ausstecht oder formt, auch einfach im Kühlschrank aufbewahren, aber alles mit Folie abdecken.
Leider habe ich den Teig nicht auf Mehl ausgerollt, sondern zwischen 2 Schichten Folie. Bei herzhaften Quiches klappt das super. Hier sind mir die Blumen leider zerlaufen...aber lecker war es trotzdem...
Nicht vergessen, den Teig in der Form mehrmals mit einer Gabel einstechen.
Und wer wie ich mindestens einmal im Monat eine Liebesschnulze braucht, dem möchte ich die Kombi Film und Kuchen wärmstens empfehlen. Ich will nicht zuviel von der Handlung verraten, aber es geht um Liebe und Blueberry Pies.




Damit ihr aber endlich mit dem Backen starten könnt, kommt jetzt  das Rezept, das ich übrigens aus dem Buch Mini Pies von Sidonie Pain habe. Ich habe das Rezept einfach für eine große Form genommen und es hat genau gepasst.

Teig
125 g zimmerwarme Butter
250 g Mehl
1 Vanilleschote
125 g Zucker
1 Ei


1 Prise Salz


Das Vanillemark aus der Schote kratzen und mit den restlichen Zutaten mit der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten. In Folie gewickelt mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Bzw. Tipps oben beachten. 

Füllung
1 Vanilleschote
120 g brauner Zucker
500 g Blaubeeren
30 g Mehl
Saft einer halben Zitrone
1 Eigelb zum Bestreichen



Backofen auf 180° vorheizen.
Vanilleschote längs aufschneiden und das Innere herauskratzen.
Mit dem Zucker, Blaubeeren und Zitronensaft vermischen.
Auf dem Teig verteilen und den Deckel draufsetzen. 
Mit Eigelb bestreichen und ca. 35 Minuten backen.


 

 

Dann auf einen tollen Filmabend mit ganz viel Liebe und einem Blueberry Pie...
Eure Melanie












Mittwoch, 27. April 2016

Schon lange versprochen- Sakuradonuts und Schokokäsekuchen

Momentan ist wirklich der Wurm drin...wenn die Sonne scheint bin ich im Garten und versuche mein Gemüsebeet startklar zu machen, denn schließlich brauchen ja die mühevoll vorgezogenen Pflänzchen ein Zuhause, oder es regnet, wie heute, und der Lustpegel auch nur irgendetwas zu tun ist ganz weit unten. Aber es hilft ja alles nichts...Außerdem musste ich schon zweimal das Rezept für den Schokokäsekuchen in meinem Rezeptwust ausfindig machen und nun dachte ich mir, es reicht, der Post muss endlich raus. Denn das Bloggen mache ich ja auch etwas für mich :-), sozusagen als eine digitale Rezeptesammlung, die das Finden von Lieblingsgerichten sehr einfach macht.

Schokokuchen mit Cheesecakefüllung

Zutaten
275 g Mehl
1 gehäuften TL Backpulver
30 g Kakao
250 g Butter
200 g Schokolade, Zartbitter
350 ml Milch
300 g Zucker
2 Eier

Die Zutaten reichen für eine große Backform. Dann sieht der Kuchen wie auf den Fotos aus. Als ich den Kuchen ein 2. Mal gemacht habe,  habe ich die Zutaten für den Teig halbiert und den Kuchen in einer 18er Form gebacken. So schmeckt mir die Cheesecake-Schoko-Mischung am besten.

200 g Frischkäse
60 g Zucker
1 Eigelb

Für die Füllung hab ich die Mengenangaben so gelassen. 

Ganache 
125 g Schokolade, Zartbitter
125 g Sahne

1.Mehl und Backpulver mischen.
2.Schokolade und Butter schmelzen. Entweder in der Mikrowelle oder über dem Wasserbad.
3.Milch, Zucker und Eier verquirlen.
4.Mit der Schokobuttermasse zum Mehl geben und unterrühren. 
5. Frischkäse, Zucker und Eigelb leicht verrühren. Vorsicht, es wird schnell flüssig.
6.Backform fetten und die Hälfte des Teigs einfüllen. Cheesecakefüllung darauf verteilen. Möglichst einen kleinen Rand lassen. Den Rest des Teigs daraufgeben. 
7.Kuchen bei 160°C ca. 60-70 Minuten backen.
8. Komplett auskühlen lassen. Man kann den Kuchen auch super einen Tag vorher backen, dann ist er richtig schön durchgezogen.
9. Die Ganache auch am besten eine Tag vorher machen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. 
Sahne und Schokolade vorsichtig erhitzen, bis die Schokolade geschmolzen ist. Verrühren und kühlstellen. Wenn es schnell gehen soll, in den Gefrierschrank geben und warten, bis die Masse leicht fest wird.
Mit einem Spachtel auf dem Kuchen verteilen. 

Ich nehme für einen solchen Kuchen eher 60%ige Schokolade, da es mir sonst geschmacklich zu intensiv wird. Mit 70%iger ist er ein echter Schokokick...
 

 

 





 Sakuradonuts
 1 große Kartoffel (ca. 100 g)
75 g Butter
110 ml lauwarme Milch
3/4 Würfel Hefe
1 TL Zucker
475 g Mehl
100 g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Prise Zimt
2 Eier

25 g Mehl zum Kneten
Puderzucker und Sirup nach Wahl
(ich habe Cassis genommen) 
Fett zum Frittieren
ergibt 10-12 Stück

1.Kartoffel schälen und in Salzwasser weichkochen
2.Mit der Butter zerstampfen und abkühlen lassen.
3.Die Hefe in der Milch zusammen mit dem Zucker auflösen und ca. 10 Minuten ruhen lassen. 
4.Die restlichen Zutaten mit der Hefemilch verkneten und ca. 30 Minuten gehen lassen, bis der Teig sich verdoppelt hat.
5.Teig ausrollen und Donuts austechen. Dafür gibt es spezielle oder ihr nehmt einen Metallring mit 8 cm Durchmesser und für den inneren Kreis eine Tülle von einem Spritzbeutel.
Die Ringe nochmal 30 Minuten gehen lassen.
6. Im heißen Fett frittieren.
7. Puderzucker mit Sirup verrühren und die Donuts damit bestreichen.  






Leider habe ich es auch in diesem Jahr nicht geschafft mir die Kirschblüte in Bonn anzuschauen. Dafür war ich aber in Köln unterwegs, und ich muss sagen, was Bonn kann könne wir auch...:-)







 

Die Fotos sind im Innenhof der Stadtbibliothek entstanden.
 Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Ich wünsche Euch noch einen schönen Abend und immer brav aufessen, damit das Wetter bald endlich wieder besser wird.
Eure Melanie 

Freitag, 11. März 2016

Brombeerschokotorte

Auch wenn eigentlich keine Brombeersaison ist, konnte ich an diesen leckeren kleinen Früchten doch nicht vorbeigehen. Und außerdem brauchte ich mal eine kleine Abwechslung von Äpfeln und Birnen, und sie sind in Kombination mit Schokolade einfach toll.


Das Rezept ist auch für Tortenbäckeranfänger recht leicht umzusetzen. Den Teig habe ich in einer 18 er Form gebacken, die ich vorher eingefettet und mit Backpapier ausgekleidet habe, dann hält das Papier besser. Den Ofen auf 175°C vorheizen.

Zutaten:

Teig

150 g Zartbitterschokolade 
125 g Butter 
150 g Zucker
1 Pr Salz 
1 EL Vanillezucker
3 Eier
150 g Mehl
 2 TL Backpulver
1 EL Kakao
2 EL Cassissirup
2 EL Milch

Frosting

 600 g Doppelrahmfrischkäse
 100 g Puderzucker
1/2 Glas Brombeermarmelade
1/2 Becher Sahne

1 Päckchen Brombeeren


1. Schokolade über einem Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen.  
2. Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig schlagen.
3. Eier nacheinenander unterschlagen.
4. Mehl, Backpulver und Kakao in eine Schüssel sieben und vermischen.
5. Zusammen mit Milch, Sirup und der geschmolzenen Schokolade unter die Buttereimasse heben.
6. In die vorbereitete Backform geben und ca. 40 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.
7. Den Kuchen aus der Form lösen. Etwas abkühlen lassen und umgedreht auf ein Kuchengitter stürtzen.
8. Gut auskühlen lassen, da sonst das Frosting zerläuft.
9. Für das Frosting die Sahne aufschlagen.
10. Den Frischkäse mit den restlichen Zutaten verrühren. Nicht zuviel, da er sonst flüssig wird. Die Sahne unterheben.
11. Den Kuchen 3x durchschneiden und jeden Boden mit dem Frosting bestreichen.
12. Mit Brombeeren verzieren.
13. Essen...:-)





 


Momentan gibt es nicht ganz so viel Text, da mich immer noch mein Bandscheibenvorfall plagt. Aber das Backen und Fotografieren lass ich mir nicht nehmen...:-)
Der nächste Post wird darum auch recht kurz, dafür gibt es aber 2 Rezepte.
Euch einen schönen Wochenendbeginn.
Melanie

Freitag, 29. Januar 2016

Sweet Dreams-durch eine Veröffentlichung und selbstgemachtes Zimteis mit Apfelküchlein

Nichts ahnend öffnete ich eines Morgens -und noch etwas verschlafen- mein Mailpostfach, und finde eine Anfrage der Zeitschrift sweet dreams, ob sie ein Rezept von uns veröffentlichen dürfen. Da brauchten wir nicht lange überlegen -und ich gebe zu, mit Herzklopfen- haben wir mit JA geantwortet.

 

Abgedruckt wurden unsere Limettengugl mit weißer Schokolade -einfach und lecker. Wenn ihr dem Link folgt, kommt ihr zum Rezept. Da findet ihr auch noch andere Guglvarianten.
Natürlich wurde das aktuelle Heft direkt gekauft und nervös durchgeblättert...und da waren sie...schon ein tolles Gefühl.
Um diesen kleinen Erfolg feiern zu können, gab es etwas Süßes...

 

Sonja und ich waren uns einig, dass das Zimteis das i-Tüpfelchen auf den Apfelringen ist, und selbst mit meiner kleinen Eismaschine ist es echt lecker geworden. Besonders cremig wird es durch die pürierten karamellisierten Äpfel.
 
Zimteis
 
2 Äpfel
200 ml Apfelsaft
nach belieben einen Schuss Calvados
1 Vanilleschote
450 ml Sahne
1 EL Zimt
4 Eigelb
30+70 g Zucker
1 Pr Salz
 
1. Äpfel schälen, die Kerngehäuse entfernen und in kleine Stücke schneiden.
2. 30 g Zucker in einem kleinen Topf karamellisieren lassen. Die Apelstücke dazugeben, mit Calvados übergießen und flambieren. Mit Apfelsaft auffüllen und 10 Minuten dünsten. Durch ein Sieb gießen und die Apfelstücke im Kühlschrank abkühlen lassen.
(Ihr könnt auch den Calvados weglassen und nur Apfelsaft nehmen)
3. Zimt, Sahne und Vanillemark und restliche Schote in einem Topf erhitzen und langsam zum Kochen bringen. Die Vanilleschote herausnehmen.
4.Eigelb mit restlichem Zucker und Salz im Wasserbad dickcremig aufschlagen. 
Langsam die Zimtsahne dazugeben. Erst eine halbe Tasse, kräftig rühren und dann den Rest untermischen.
In den Kühlschrank stellen, am besten über Nacht, oder die Masse kurz ins Gefrierfach tun.
5. Die Apfelstücke zur Eisahnemasse geben und pürieren. In der Eismaschine ca. 30 Minuten gefrieren lassen. 
 
Der Behälter für das Eis kommt vorher ins Gefrierfach, damit ist das Umfüllen erheblich entspannter, da das Eis nicht so schnell auftaut.
 
Vor dem Servieren die Eiscreme ca. 10 Minuten in den Kühlschrank stellen. 
 


Apfelringe
4 Äpfel
3 Eier
180 g Mehl
200 ml Milch
20 g Zucker
1 Pr Salz
Öl zum Ausbacken

1. Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen.
2.Eigelb, Mehl, Zucker, Salz und Milch zu einem glatten Teig verrühren. Das Eiweiß unterheben.
Die Äpfel schälen und in fingerdicke Scheiben schneiden. Strung mit einem Ausstecher entfernen. Das mache ich immer etwas großzügiger, damit beim Ausbacken das Loch in der Mitte bleibt.
3. Die Apfelscheiben im Teig wenden und in der Pfanne im Öl ausbacken. Nicht zu heiß, sonst werden die Ringe zu schnell dunkel.
4. Noch heiß in Zucker wälzen und mit Eis servieren...

Ich hab das Abendessen weggelassen und dafür ein paar Ringe mehr gegessen...:-)...dafür gab es dann Sweet Dreams...

 

 

Zum Abschluss auch noch ein bisschen Frühling für euch. 
Viel Spaß beim Naschen wünschen wir Carameljas
Sonja&Melanie

Dienstag, 10. November 2015

Feigenkuchen mit Lavendelhonig

Leider habe ich mir meinen Traum vom eigenen Feigenbaum im Garten noch nicht erfüllt. Aber ein Glück wenn man Freunde hat, die ein solches Prachtexemplar ihr eigen nennen, und die dann auch noch freiwillig die in unseren Breitengraden ja nicht allzu üppige Ernte teilen.
So landeten bei mir 3 Hände voll Feigen, mit denen ich sogleich einen Punkt auf meiner todo-Backliste abarbeiten konnte - einen einfachen und klassischen Feigenkuchen.
 

Zutaten:
400 g Feigen
125 g Mehl
eine Prise Salz
100 g braunen Zucker + 2 El zum Bestreuen 
 1/2 Tütchen Backpulver
2 Eier
25 ml Olivenöl
50 ml Milch
eine Prise Zimt
Lavendelhonig oder normalen Honig


Zubereitung:
Den Ofen auf 180°/200° vorheizen.
Feigen waschen und halbieren.
Mehl, Salz, Zucker und Backpulver in einer Schüssel vermengen.
Eier mit Öl, Milch und Zimt verquirlen. 
Schnell unter die Mehlmischung rühren, bis ein glatter Teig entsteht.
In eine gefettete Form füllen und die Feigen mit der Schnittseite nach oben darauf verteilen.
Ca. 30 Minuten backen und die Stäbchenprobe machen. 
Mit Lavendelhonig übergießen und servieren... 

 




Den Kuchen könnt ihr auch gut vorbereiten, denn am nächsten Tag ist er richtig gut durchgezogen. Oder auch noch lauwarm servieren, das mag ich sehr gerne. Je nach Kuchenart stelle ich ein Stück kurz in die Mikrowelle...yummy.
Die Utensilien habe ich für wenig Geld auf einem Flohmarkt erstanden und die Technik mit dem integrierten Kuchenheber ist echt klasse. Der Kuchen lässt sich ohne Problem aus der Form lösen.
Am Donnerstag bin ich bei Sonja zum Frühstück eingeladen, ich glaube, dann werde ich den Kuchen nochmal machen, allerdings mit anderen Früchten (ich bin noch unschlüssig welche) und einer Karamellsoße...ich werde dann berichten :-) 

Euch noch einen schönen Abend. Ich werde mich jetzt mit einem Stück lauwarmen Feigenkuchen vor den Fernseher lümmeln.
Eure Melanie

Montag, 5. Oktober 2015

Normandie-Bretagne-Loire-Paris: eine kleine Rundreise durch Frankreich

Gestartet sind wir am 28.6 ganz entspannt mit dem Wohnmobil (WoMo) meiner Schwiegereltern. Nicht wie sonst morgens um eins, wenn man eigentlich eh nicht geschlafen hat, da man ja weiß, ich muss sowieso gleich wieder aufstehen. Klar gehört das auch ein bisschen zum Urlaubsfeeling dazu, aber seit diesem Urlaub kann ich auch ohne. Einen ersten kleinen Zwischenstopp gab es in Belgien, wo wir jeder ein riesiges Baguette verdrückt haben, da es leider für Frikandel & Co. noch zu früh war. Trotzdem lecker und gestärkt ging es weiter - ein Glück ohne Stau. Das erste Mal in so einem Wohnmobil -äh WoMo- ist schon ganz schön aufregend und da die meisten Campingplätze nicht sehr weitläufig sind heißt es gut rangieren und dirigieren. Um die ersten Stopps darum auch entspannter zu gestalten, hatten wir in Deutschland die ersten 2 Plätze reserviert (und den Platz in Paris, was ich auf jeden Fall empfehle). Da wir in der Vorsaison gestartet sind, war das eigentlich nicht notwendig, aber sicher ist sicher. 
1. Etappe: Etretat
Den Ort und die wunderschöne Landschaft mit den imposanten Felsbögen kannte ich aus einer Artedoku über Frankreichs Küsten und war sofort Feuer und Flamme. Wie alle schönen Sehenswürdigkeiten ist es auch hier sehr touristischen, aber da wir nachmittags ankamen wurde es langsam etwas leerer. Das Wetter war bedeckt, was aber der ganzen Szenerie ihren besonderen Reiz verlieh.


 Am nächsten Tag hatten wir dafür Sonne pur und eine tolle Sicht. 



 

Ich empfehle für die Wanderung über die Klippen festes Schuhwerk, da der Weg lang und steinig ist. Wir wären gerne noch weiter gegangen, aber mein Sohn hatte schon aufgegeben, nachdem wir den ersten Bogen erklommen hatten und wartete auf sein versprochenes Belohnungseis. So konnten wir uns ein Highlight für den nächsten Besuch aufsparen, denn wenn man weitergeht kommt ein imposanter Leuchtturm, den ich mir eigentlich noch gerne angeschaut hätte.

 

Das Stadtbild ist geprägt von dieser Holzhausarchitektur und vielen Schnitzereien.
Ein Glück sind die Franzosen echte Naschkatzen und es gibt an jeder Ecke eine leckere Stärkung, die wir nach der kleinen Wanderung gut gebrauchen konnten. Außerdem stand uns noch die Rückfahrt bevor, die leider meistens bergauf ging. Hin konnten wir uns mit dem Rad die meiste Zeit toll den Berg runterrollen lassen, aber zurück...Daran wollten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht denken.
 



2. Etappe: Mont St. Michel
Auf dem Weg zu unserer nächsten Etappe überquerten wir den Pont de Normandie. Das ist eine Schrägseilbrücke, die mit 856 m die größte Spannweite in Europa besitzt. Sie überquert die Seinemündung und verbindet Le Havre (Haute-Normandie) auf dem rechten Ufer im Norden mit Honfleur (Basse-Normandie) auf dem linken Ufer im Süden. Die Brücke wurde in den Jahren 1988 bis 1994 gebaut und am 20. Januar 1995[1] eingeweiht. (Quelle:Wikipedia)



Auf jeden Fall sehr beindruckend ...
Den Campingplatz hatten wir wieder so gewählt, dass wir den Mont St. Michel mit dem Rad erreichen konnten. Es führte dieses Mal ein gerader Weg direkt zum Kloster, ohne Tour de France Einlage :-)


In unserem etwas veralteten Reiseführer gab es noch eine Straße mit Parkmöglichkeiten. Mittlerweile ist es auch mit dem Rad nicht mehr gestattet direkt dorthin zu fahren, da das Watt renaturiert wird. Dafür gibt es einen großen breiten "Straßensteg" auf dem man bequem das Kloster zu Fuß erreicht.

Auch hier konnten wir den Bonus der Vorsaison genießen und die Menschenmenge hielt sich in Grenzen.







3. Etappe: Cancale
Eigentlich wollten wir, wie auch schon bei unseren anderen Stationen, doch noch ein bisschen länger bleiben, aber irgendwie trieb uns die Neugierde doch weiter- und zwar nach Cancale.
Hier spielet unteranderem der neuste Roman von Jean-Luc Bannalec "Bretonischer Stolz", für Krimi- und Bretagnefans ein Muss. Anders als im Buch hatten wir -ein Glück- kaum Regen und auch die Bretonen waren alle sehr höflich und offen. Dadurch zeigte sich uns die Bretagne von ihrer karibisch anmutenden Seite mit tütkisblauem Meer und weiten weißen Sandstränden. Fast habe ich das rauhe Flair etwas vermisst...
Aber zurück zu Cancal und den Austern. Die gibt  es hier nämlich jeden Tag  frisch zu kaufen, direkt aus dem Meer geerntet. Ich muss gestehen, meins ist es nicht, aber ich habe trotzdem eine probiert.



Auf den Fotos seht ihr die Austernbänke, die mit Treckern bewirtschaftet werden. 

 



Hier mein Versuch eine Auster zu verdrücken. Was danach passiert, na ja, verrate ich besser nicht :-)



 


Der Strand von Cancale ist wunderschön, allerdings lag die Wassertemperatur unter 20°C, so dass sich nur die Männer ins Wasser getraut haben.






4. Etappe: Erquy
Hier waren wir gelandet, da wir bewusst einen Campingplatz mit einer großen Spaßbadelandschaft ausgesucht hatten(für´s Kind natürlich). Für bretonische Verhältnisse war das Angebot auch sehr gut.
Ich war zunächst etwas skeptisch mit diesem Stopp, da zu Erquy unser Reiseführer nicht viel zu sagen hatte. 
Ein Glück konnten wir uns so überraschen lassen und wurden mit einer grandiosen Heidelandchaft mit Meerblick belohnt.







Im Hafen gab es dann -ihr werdet es kaum glauben- eine kleine Stärkung.


 

 

Galette mit Ei und Schinken ist eine klassische und sehr leckere Variante.



5. Etappe: Pléneuf-Val-André
In Pleneuf waren wir vor Jahren schon einmal und ein Glück hatte sich nicht viel verändert. Bis auf das wir dieses Mal kein Haus bewohnten, sondern uns natürlich auf einem Campingplatz einquatiert hatten. Der war recht klein, mit sauberen sanitären Einrichtungen und einer garndiosen Bar. 
Auch an der Stelle machte uns das schöne Wetter ein Strich durch die Rechnung und diese tolle Location blieb leer, da alle ihr bretonisches Bier (das nicht weit entfernt gebraut wurde) draußen genossen, was auch toll war, aber ich hätte gerne zu meinem Getränk das Interieur bestaunt.







 

 Für einen Foodblogger ist ein Marktbesuch im Urlaub "Pflicht" und da auch der Kühlschrank leer war, haben wir das Nützliche mit dem Angenehmen verbunden. Leider plagte uns mal wieder das Transportproblem, denn wir hatten nur ein Fahhrad mit Korb und einen kleinen Rucksack. Da hieß es genau überlegen, welche Leckereien gekauft werden.




Als Mitbringel für daheim habe ich mir eine Zitronenverbenne gekauft. Ihr Duft mach ihrem Namen alle Ehre, sie ist pflegeleicht und ein toller Begleiter für die Sommerküche. Auf die Idee brachte mich die Zeitschrift "Frisch aus dem Garten", die ich vor der Reise im Zeitschriftenhandel entdeckt hatte und die jetzt zu meiner Lieblingslektüre zählt.

 
Ein Teil von Pleneuf  ist der Fischerhafen Dahouët. Hier findet man kleine Geschäfte mit liebevoll gestalteten Souvenirs und mein besonderer Liebling, ein Antiquitätengeschäft. Ist allerdings mehr eine große Lagerhalle, vollgestopft mit Dingen, die ich unbedingt besitzen muss, von denen die meisten aber leider nicht in ein WoMo passen. Verliebt war ich in eine wunderschöne weiße Gartenganitur aus Metall, die aber bei aller Liebe für uns nicht transportabel war - oder wir hätten auf unseren Schlafplatz verzichten müssen...
Darum gibt es von dem Geschäft leider auch keine Fotos, da ich einfach zu sehr mit Überlegungen beschäftigt war, wie ich Tisch uns Stühle transportieren könnte. 

Dafür gibt es aber Bilder von einem Restaurant, wo wir abends essen waren. Leider standen, für mich völlig unverständlich, keine Jakobsmuscheln auf der Karte. Denn so wie Cancal die Stadt der Austern ist wird mit Pleneuf automatisch die coquille/noix Saint-Jacques in Verbindung gebracht. Dafür entschädigte mich die Küche mit Kabeljau und die frittierte Artischoke...ein Traum!




Vor dem Essen waren wir am Hafen entlang zum Meer gelaufen. Das ist nicht weit aber man sollte gutes Schuhwerk tragen.
Bei Ebbe ist der Strand auch erreichbar, wenn man unten an der Mauer entlang geht.





 

Und wie bestellt konnten wir als Aperitif den Sonnenuntergang genießen...


 



6. Etappe: Saint Pol de Léon
Eigentlich sollte unsere nächste Etappe Roscoff lauten, aber leider war im Campingplatzführer kein Platz verzeichnet, sodass wir in dem kleinen, verträumten Ort Saint Pol de Leon gestrandet sind. 
Schon alleine die Anreise war mal wieder einfach toll, denn durch das milde Klima ohne nennenswerten Bodenfrost ist die Gegend der Gemüsegarten der Bretagne, und so fährt man u.a. an endlosen Artischokenfeldern vorbei.
Das Meer schien hier farblich noch intensiver und jetzt fehlten eigentlich nur noch die Palmen.








In Saint Pol kann der höchste Kirchturm der Bretagne besichtigt werden. Zudem ist seine Bauweise einmalig und ich kann den Aufstieg nur empfehlen. (Natürlich kein Vergleich zum Kölner Dom ;-) )

 



 

Die Möglichkeit für eine kleine Verschnaufpause bietet ein Seitenarm. Von hier aus hatten wir einen tollen Blick über die Stadt. 
 



In Saint Pol steht noch eine andere bedeutende Kirche, die berühmt für ihre Orgel ist.




Kouign-Amann ist ein Kuchen, eine lokale Spezialität aus der Bretagne, wo er in vielen Bäckereien/Konditoreien angeboten wird. Er ist eine Art mehrschichtiger Crêpe, der aus Schichten von Brioche-Teig, Butter und Zucker besteht.
Ich habe mich allerdings lieber mit einem Crêpe und Karamellsoße gestärkt, aber bereut, dass ich mir diese kleine Köstlichkeit nicht für später mitgenommen habe. Darum werde ich hier einen Versuch starten einen Kouign-Amann zu backen, da er ein wunderbares Karamellarome haben soll...

Den Abend vor unserer Abreise habe ich alle noch zu einem Spaziergang genötigt. Über eine Straße direkt neben dem Campingplatz kommt man zu einer kleinen Halbinsel mit einem tollen Aussichtpunkt. Wie ihr seht fühlen sich hier nicht nur Besucher, sondern ganz viele Wildkaninchen sehr wohl. 
Über eine Treppe gelangt man zu eine Plattform, von der die ganze Bucht überblickt werden kann.




Ganz links ist der Campingplatz. Manche Parzellen dort liegen direkt am Meer, die aber bei unserer Ankunft leider alle schon belegt waren. 

7.Etappe: Saumur
Leider unsere vorletzte Etappe aber einfach grandios. Die die Gegend um Loire ist nicht nur für Weintrinker ein Genuss.





So langsam machte sich der Klimawechsel bemerkbar. In der Bretagne hatten wir meistens angenehme 30° und einen kühlen Wind. Jetzt stiegen die Temperaturen so um 5° ohne eine leichte Brise. Dafür konnten wir den Pool jetzt noch mehr genießen und wir waren dankbar für unser schattiges Plätzchen. Dann gab es halt bei unserer Tour ein kleines Päuschen mehr. 
Genutzt haben wir die Zwischenstopps aber sinnvoll, wie mit dem Besuch des Pilzmuseums.






Die unterirdischen Hölen, in denen die Pilze gezogen werden, bilden ein weitverzweigtes Netz. Das Klima ist für die Zucht perfekt, kühl und feucht.
Draußen waren wir für die zusätzliche Wärme dann sehr dankbar und konnten das Shiimake Bier probieren, das sehr lecker schmeckte, aber mit 8% Alkohol und noch einer längeren Fahrradtour vor uns, habe ich freiwillig geteilt.

 

 Von unserem Campingplatz aus hatten wir diesen tollen Blick...


Es gab sogar einen Minigolfplatz im Wald -schön schattig!



Außerdem wurde man am Eingang von ein paar Tieren begüßt, wovon uns eines besonders ans Herz gewachsen war...






8. Paris
Die letzte Etappe unserer Reise, aber so langsam setzte bei uns allen die Sehnsucht nach Zuhause ein, besonders vermissten wir unseren zwei schnurrenden Vierbeinern.
Trotzdem konnte das unsere Freude auf Paris nicht trüben und auch hier hatten wir einen schönen Campingplatz. Mit der Bahn war man in ca. 15 Minuten am Eifelturm und in 10 Minuten mit dem Rad in Versailles.

Unseren Paristrip starteten wir mit dem Feuerwerk zum Nationalfeiertag. Geschaut wurde oben von Sacré-Cœur de Montmartre. Sehr schön, wenn auch etwas voll. Das Feuerwerk konnten wir von hier nur in Miniaturform sehen, aber ein Erlebnis war es trotzdem.


 

 
 
 

 



Abenteuerlich war die Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Als Kölner ist man gewohnt, dass die KVB zu Karneval, was ja bei uns quasi die Nationalfeiertage sind, Sonderzüge einsetzt. Das machten die Pariser Verkehrsbetriebe nicht...Taxen gab es auch nicht... nach einer mittleren Odyssee kapitulierten wir schließlich  und kauften an einem Kiosk eine Flasche Wein, eine Stange mit 100 Plastikbechern und Süßkram für die Kinder und harrten der Dinge die so kommen. Es kam viel nur kein Bus, der uns zu unserem Platz bringen konnte, da alle total überfüllt an uns vorbeifuhren. Aber mit Wein und Geschichten aus dem Leben wurde die Stimmung immer besser, bis dann doch endlich um 3:30 ein Taxisfahrer sich unserer erbarmte. 

Am nächsten Tag haben wir Versailles besucht. Wirklich sehr beeindruckend und weitläufig. 








So, jetzt werde ich den Post endlich veröffentlichen. Ich hätte gerne noch mehr geschrieben, aber es drängt die Zeit :-). Wollte eigentlich schon viel früher fertig werden, aber leider kame mir meine Wohnungsrenovierung immer wieder in die Quere.

Ich wünsche euch alles Liebe!
Melanie


P.S. Und falls ihr noch nicht in der Bretagne Urlaub gemacht haben sollte...es lohnt sich!!